{"id":222,"date":"2026-02-26T14:02:39","date_gmt":"2026-02-26T14:02:39","guid":{"rendered":"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2026\/?p=222"},"modified":"2026-02-26T14:02:39","modified_gmt":"2026-02-26T14:02:39","slug":"leistung-hat-ihren-preis-was-junge-schweizer-schwimmer-investieren-muessen-um-an-die-spitze-zu-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/2026\/02\/26\/leistung-hat-ihren-preis-was-junge-schweizer-schwimmer-investieren-muessen-um-an-die-spitze-zu-kommen\/","title":{"rendered":"Was junge Schweizer Schwimmer investieren m\u00fcssen, um an die Spitze zu kommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Es begann mit J\u00e9r\u00e9my Desplanches. Seit der Genfer Schwimmer 2021 an den Olympischen Sommerspielen in Tokio eine Bronzemedaille \u00fcber 200 Meter Lagen gewann, purzeln die Schweizer Schwimmrekorde nur so. Mit No\u00e9 Ponti, Roman Mityukov, Antonio Djakovic und Lisa Mami\u00e9 verf\u00fcgt die Schweiz gerade \u00fcber eine goldene Generation von Schwimmerinnen und Schwimmern.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Erfolg steckt harte Arbeit und Entbehrung. Wer es einmal an die Weltspitze schaffen will, der muss bereits in jungen Jahren auf viel verzichten. Und es braucht das richtige Umfeld, wie Lorenz Rothenfluh, Juniorentrainer beim Z\u00fcrcher Schwimmklub Limmat Sharks, sagt. \u201cNachwuchsschwimmer und ihre Familien m\u00fcssen nicht nur zeitlich enorm viel in den Sport investieren, sondern auch finanziell.\u201d<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_8255.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-237\" srcset=\"https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_8255.jpeg 768w, https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_8255-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Lorenz Rothenfluh, Trainer des Elite-National Team der Limmatsharks. Foto: PD Limmatsharks<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201cErholung gibt es zwar, sie ist aber Teil des Trainingsplans.\u201d<\/strong><br><\/h4>\n\n\n\n<p>Rothenfluh nennt etwa die mehrw\u00f6chigen Trainingslager im Ausland. \u201cW\u00e4hrend andere Jugendliche in den Ferien mit Freunden oder Familie entspannen, reisen junge Leistungsschwimmer f\u00fcr drei Wochen in intensive Camps. Dort w\u00fcrden t\u00e4glich mehrere Einheiten im Wasser sowie zus\u00e4tzliche Krafttrainings auf dem Programm stehen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Das Elite-Team der Limmat Sharks reist regelm\u00e4ssig ins Ausland, etwa nach S\u00fcdafrika. Auf den ersten Blick wirke es vielleicht \u00fcbertrieben, f\u00fcr ein Trainingslager so weit zu reisen und so viel Geld auszugeben, sagt Lorenz Rothenfluh. Doch es g\u00e4be gute Gr\u00fcnde. Das Trainingslager finde jeweils w\u00e4hrend der Sportferien im Winter statt. In S\u00fcdafrika sei dann bereits Sommer. Und das ist entscheidend: \u201cDas Training draussen an der Sonne bietet nicht nur bessere Bedingungen, sondern auch eine mentale Abwechslung. Statt Hallenbad und Dunkelheit trainieren die Schwimmer unter freiem Himmel, an der frischen Luft.\u201d<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"594\" height=\"790\" src=\"https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-229\" style=\"aspect-ratio:0.7519032551145086;width:750px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-2.jpeg 594w, https:\/\/mmiu.ch\/rgmedienwoche2026\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-2-226x300.jpeg 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Trainingscamp der Limmatsharks in Pretoria. Foto: Jonas Jenne<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine weitere wichtige Rolle spiele die H\u00f6he. \u201cDie Stadt Pretoria liegt auf rund 1500 Metern \u00fcber Meer. In Kombination mit der W\u00e4rme l\u00e4sst sich dort ein \u00e4usserst effektives H\u00f6hentraining absolvieren\u201d, erkl\u00e4rt Rothenfluh. Der K\u00f6rper passe sich an die d\u00fcnnere Luft an und k\u00f6nne so langfristig leistungsf\u00e4higer werden. Gerade im internationalen Vergleich k\u00f6nne dieser Trainingsreiz entscheidend sein, so Rothenfluh.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die Limmat Sharks setzen auch darum auf S\u00fcdafrika, weil die Zeitverschiebung nur minimal ist. Zwischen der Schweiz und S\u00fcdafrika liegt nur eine Stunde Unterschied. Das bedeute, dass sich die Athleten nicht erst tagelang an eine neue Zeitzone gew\u00f6hnen m\u00fcssen, sondern praktisch sofort mit dem intensiven Training beginnen k\u00f6nnen, sagt Rothenfluh.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Doch all das hat seinen Preis. Flug, Unterkunft, Verpflegung und Trainingsinfrastruktur kosten gem\u00e4ss Rothenflug mehrere tausend Franken pro Person. Diese Ausgaben tragen in erster Linie die Schwimmer beziehungsweise ihre Familien selbst. Zwar g\u00e4be es Subventionen und Unterst\u00fctzung durch Programme wie Jugend und Sport oder durch Sponsoren und Investoren, doch diese w\u00fcrden nur einen kleinen Teil des gesamten Budgets abdecken, sagt Rothenfluh.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem wird im Gespr\u00e4ch deutlich. Die gr\u00f6sste Investition ist nicht das Geld, sondern die Zeit. Junge Nachwuchsschwimmer trainieren bis zu zweimal t\u00e4glich. Dazu kommen Krafteinheiten, Wettk\u00e4mpfe an Wochenenden und Trainingslager in den Schulferien. Der Alltag ist stark durchgetaktet. F\u00fcr Freizeit ist wenig Zeit.<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es begann mit J\u00e9r\u00e9my Desplanches. 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