Rektorin Ursula Alder nimmt Stellung zum Coronavirus am RG

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Der Coro­n­avirus ist in den let­zten Tagen in der Schweiz angekom­men, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch die ersten Schüler oder Lehrer am RG infiziert wer­den und das Coro­n­avirus am RG aus­bricht. Unsere Rek­torin Ursu­la Alder nimmt Stel­lung zu diesem The­ma:

Wie schätzen Sie die Gefahr für das RG ein?

Das Risiko ist zurzeit ganz klar da, jedoch ist es im Moment nicht nötig, ein­schnei­dende Mass­nah­men zu ergreifen. Und ob die Schule vorüberge­hend geschlossen wer­den oder von zu Hause gear­beit­et wer­den soll, liegt nicht in der Hand der Schulleitung. Darüber entschei­det das Bun­de­samt für Gesund­heit BAG und das Mit­telschul- und Berufs­bil­dungsamt (MBA). Ich ste­he zudem täglich im Kon­takt mit dem Schu­larzt und bespreche die Sit­u­a­tion mit ihm.

Was für Mass­nah­men haben Sie bere­its ergrif­f­en? Und welche pla­nen Sie?

Wie bei jed­er Grippe emp­fiehlt die Schule die fol­gen­den Mass­nah­men:

  • regelmäs­siges Hän­de­waschen
  • auf die Tra­di­tion des Hän­de­schüt­telns verzicht­en 
  • regelmäs­siges Lüften der Zim­mer
  • bei Fieber, Hus­ten etc. zuhause bleiben

Zusät­zliche Mass­nah­men im Falle des Coro­n­avirus:

  • Reisen in die betrof­fe­nen Gebi­ete (Chi­na, Süd­ko­rea, Sin­ga­pur, Iran, Ital­ien) sollen ver­schoben wer­den
  • Rückkehrer*innen aus den oben genan­nten Gebi­eten, welche Symp­tome ein­er akuten Erkrankung der Atemwege (z.B. Hus­ten, Atem­not) und/oder Fieber über 38°C haben, dür­fen nicht zur Schule kom­men und müssen sich tele­fonisch beim Hausarzt / der Hausärztin melden.

Härter sind die Regelun­gen an der ETH. Den ETH-Studieren­den und Mitar­bei­t­en­den ist es unter­sagt, bis 14 Tage nach dem Aufen­thalt in einem Land, in dem sich das Coro­n­avirus aus­bre­it­et, die ETH-Räum­lichkeit­en zu betreten. Sie müssen nach einem Aufen­thalt zu Hause studieren bzw. arbeit­en.

Kön­nen Sie die morgige Zusam­menkun­ft aller 4. Klässler in der Aula mit einem guten Gewis­sen vertreten? 

Wir sind täglich im Zug oder anderen Verkehrsmit­tel unter­wegs, die hun­derte oder sog­ar tausende Men­schen benutzen, so auch die Vorstel­lung der Pro­jek­te in der Aula. Klar beste­ht eine Gefahr, jedoch ist es die gle­iche wie in vie­len anderen All­t­agssi­t­u­a­tio­nen.

Denken Sie, man muss die Aus­land­sreisen wie zum Bsp. die Pom­pe­jireise der 4. Klässler in Frage stellen?

Wir beurteilen die Sit­u­a­tion täglich und stützen uns dabei auf die Empfehlun­gen des Bun­des (BAG), des kan­tonales Gesund­heit­samts und auf die Ein­schätzung unseres Schu­larztes.

Wer macht sich Gedanken darüber, was passiert, wenn die Schule geschlossen wer­den muss? Unter­richt von zuhause oder schul­frei?

Es gibt Möglichkeit­en, den Unter­richt von zu Hause aus zu führen. Man kön­nte es zum Beispiel Skype oder unsere TEAMs Plat­tform ein­set­zen. Die Tech­nik ist also vorhan­den und dur­chaus nutzbar.

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