Erster Fall von Coronavirus — die Schweiz versagt

in Schweiz/Zürich by

Unser Kom­men­tar zur Sach­lage

Aus­gangslage: Ein 70-jähriger Tessin­er ist am Coro­n­avirus erkrankt, nach­dem er sich in der Nähe von Mai­land aufge­hal­ten hat. Sein Gesund­heit­szu­s­tand ist nun sta­bil. Darüber informierte der Bund an der Medi­enkon­ferenz vom Dien­stagabend.

Obwohl die Schweiz über das Coro­n­avirus informiert ist, gibt es einige Dinge, welche wesentlich bess­er gehand­habt hät­ten wer­den sollen. Der Bund geht von der best­möglichen Sit­u­a­tion aus, näm­lich dass sich das Virus nicht ver­bre­it­et. Dies find­en wir fahrläs­sig. 

Nicht unter Kontrolle

So kommt es im Kan­ton Tessin zu kein­er Ver­schär­fung der Mass­nah­men. Schulen wer­den nicht geschlossen, da dies nicht ange­bracht sei. 

Auch die Fas­nacht ste­ht an. Der Bund hält es nicht für nötig diese aus­fall­en zu lassen. Viele Men­schen wer­den an einem Ort ver­sam­melt sein. Somit ist das Ansteck­ungsrisiko hoch, wenn man davon aus­ge­ht, dass es noch mehr Infizierte gibt. Und davon sollte die Schweiz doch aus­ge­hen, wenn man die Lage in der Welt anschaut und die Gesund­heit der Bevölkerung wahren will. 

Der Bund meint, die Sit­u­a­tion unter Kon­trolle zu haben. Erst wenn dies nicht mehr der Fall wäre, wür­den sie Mass­nah­men ver­schär­fen. Dass sie die Kette der Infizierten unter Kon­trolle haben, ist zu bezweifeln. Allein wenn man bedenkt, mit wie vie­len Men­schen der 70-Jährige in Kon­takt war.

Fehleinschätzung

Die Fam­i­lie des Infizierten befind­et sich sin­nvoller­weise in Quar­an­täne. Einige von ihnen wur­den noch nicht klar getestet. Resul­tate sind bald zu erwarten. Jedoch kann es 14 Tage dauern, bis erste Syn­tome auftreten, deshalb ist diese Ausage nicht zutr­e­f­fend und eine Fehlein­schätzung der Sit­u­a­tion. 

Medi­enkon­ferenz zum 1. Fall von Coro­n­avirus. Der Bund kom­mu­niziert nicht mit allen Kan­to­nen gle­ich gut. Betrof­fene Kan­tone wer­den bevorzugt. (Quelle: www.nau.ch)

Auf die Frage eines Jour­nal­is­ten, ob nun an der Gren­ze genauer hingeschaut wird, antwortet Daniel Koch vom BAG spöt­tisch, dass man den Leuten nicht anse­hen könne, ob sie erkrankt seien oder nicht. Das zeigt, dass zu leichtsin­nig mit dem Coro­n­avirus in der Schweiz umge­gan­gen wird.

Gut ist, dass Plakate aus­ge­hängt wer­den um an den Gren­zen aufzuk­lären. Nicht opti­mal hinge­gen ist, dass dies noch 24 Stun­den dauert. Die Frage, die sich stellt, ist: Wieso ist das nicht bere­its früher gemacht wor­den?

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